Wer ist von der DAZN-Klage betroffen?
Bestandskund:innen von DAZN, deren laufendes Abo im August 2021 oder im August 2022 teurer wurde, ohne dass sie zugestimmt hatten. Neukund:innen, die zum jeweils neuen Preis abgeschlossen haben, sind nicht erfasst.
| Erhöhung | Vorher | Nachher |
|---|
| August 2021 | 11,99 € im Monat | 14,99 € im Monat |
| August 2022 | 14,99 € im Monat | 29,99 € im Monat |
Wie viel Geld wird gefordert?
Die Differenz zwischen dem ursprünglich vereinbarten und dem erhöhten Preis für jeden Monat, in dem Sie den höheren Preis gezahlt haben. Wer beide Erhöhungen seit 2021 mitgetragen hat, kommt schnell auf mehrere Hundert Euro. Finanztip rechnet mit bis zu 972 Euro.
Kann ich mich noch eintragen?
Nein. Die Eintragung war bis zum 25. September 2026 möglich, drei Wochen nach der mündlichen Verhandlung vom 4. September 2026.
Wie ist der Stand des Verfahrens?
In der Verhandlung vor dem Oberlandesgericht Hamm (Az. I-12 VKl 1/24) hat das Gericht angedeutet, dass es die Preisänderungsklausel von DAZN für intransparent und unangemessen benachteiligend hält. Offen waren noch zwei Fragen: wie DAZN prüfen kann, welche Eingetragenen berechtigt sind, und ab wann Zinsen anfallen. Die Entscheidung ist für den 18. November 2026 angekündigt. In einem getrennten Unterlassungsverfahren des vzbv hat das Oberlandesgericht München die Klausel bereits für unwirksam erklärt. Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Was passiert nach dem Urteil mit den Eingetragenen?
Die Klage ist eine Abhilfe- und Musterfeststellungsklage. Gibt das Gericht dem vzbv recht, wird DAZN verurteilt, den Eingetragenen die Differenz zu erstatten. Wie die Berechtigung nachgewiesen wird, etwa über das DAZN-Konto oder Kontoauszüge, legt das Urteil fest. Bewahren Sie deshalb Ihre Eingangsbestätigung vom Bundesamt für Justiz und Belege über Ihre DAZN-Zahlungen seit 2021 auf. Gegen das Urteil ist die Revision zum Bundesgerichtshof möglich, eine Auszahlung kann sich dadurch verzögern.